O´Boys ist ein Comic vom ehapa Verlag. Ich habe den ersten Band gelesen: Das Blut des Mississippi.
Es handelt sich um die Geschichte eines kleinen Jungen, der in ärmsten Verhältnissen bei einem kriminellen Vater aufwächst, der zudem Alkoholiker und äusserst aggressiv ist.
Nachdem der Vater wegen eines Mordes aus der Wohngegened flüchtet, wird der Junge von einem reichen, aber kinderlosen Ehepaar adoptiert. Sie versuchen ihm Lesen, Sitten und geregeltes Leben beizubringen.
Allerdings tut sich der Junge, der nicht zufällig Huck Finn heisst, sehr schwer. Er fühlt sich unter den Schwarzen, die auf der Farm des Adoptivvaters als Arbeiter leben, viel wohler und freundet sich mit einem jungen Schwarzen an.
Das Schicksal nimmt seienen Lauf...
Die Geschichte im ersten Band ist inspiriert vom Roman "Die Abenteuer des Huckleberry Finn", geschrieben von Mark Twain.
Der erste Band ist sehr schön gestaltet, toll gezeichnet, sehr humorvoll, trotz der düsteren Geschichte, musste ich einige Male wirklich lachen.
Die Idee, Zeichnungen und Umsetzung stammen hauptsächlich aus der Feder von Steve Cuzor. Philippe Thirault und Meephe Versaevel waren mitbeteiligt bei Text und Farbgestaltung.
Obwohl man die Geschichte von Huck Finn irgendwann gelesen hat, ist die Umsetzung der Geschichte als Comic sehr spannend, mitreissend und toll gelungen. Gefühle, stimmung und Verzweiflung wurden sehr gut eingefangen und dargestellt, nicht zu düster, nicht zu blutig, wirklich eine tolle Überraschung.
Am Ende des ersten Bandes, der immerhin 65 Seiten umfasst, bleibt die Neugier auf Band 2.
Sehr gut gefallen mir auch die Fotographien zu Beginn und zum Ende des Buches, die den Mississippi zeigen, wie er eine Stadt überflutet. Dieser erste Band spielt hauptsächlich auf dem Wasser, die Bilder im Comic sind den Fotographien gut nachempfunden, der Zeichner hat versucht, die damalige Situation möglichst getreu wiederzugeben.
Ich kann und möchte diese Comicreihe wirklich allen Comic-Liebhabern empfehlen!
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